Marsch für das Leben – Eine Gegenposition

Jährlich findet im September eine “Schweige-Demo” in Berlin statt, der Marsch für das Leben. Organisiert wird dies vom “Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL)”, dessen Vorsitzender Martin Lohmann ist. Getragen wird die Veranstaltung von den Mitgliedsvereinen und -verbänden des BVL [1].

Gemäß der Berliner Erklärung von 2016 setzt sich das Bündnis vordergründig für ein Verbot der Abtreibung und für ein Verbot der Pränatadiagnostik (PID) ein. Dazu soll die unter Verschwörungstheorie verdächtige postraumstische Belastungsstörung gefördert werden. Schwangerschaftsabbrüche werden sehr rabiat als “schweres Unrecht der Tötung von Kindern vor der Geburt” bezeichnet. Finanzierungen und Förderungen von Abtreibungen sind dementsprechend zu verbieten und Kindern sollen in der Sexualerziehung mittels dem Grundgesetz beigebracht werden, das Abtreibung keinesfalls in Ordnung sei. Und zum Schluss wird noch de Sterbehilfe kategorisch abgelehnt [2].

Dies alles sind sehr extreme und einseitige Verlautbarungen. Dieses Schwarz-Weiß Denken ist so ziemlich in allen religiös-fundamentalen Gruppierungen und Organisationen zu finden. Problematisch hierbei ist v.a. das pauschale Verbot der Abtreibung bzw. der “Tötung” schon direkt nach der Zeugung. Man könnte jetzt seitenweise darüber philosophieren ab wann man den Entstehungsprozess als “Leben” bezeichnen kann. Ich möchte mich aber darauf beschränken, dass mit einer Abtreibung eine Tötung von Leben, sprich eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch nicht schon nach der Zeugung voliegt und auch zukünftig nicht voliegen sollte. Vom generellen Prinzip abgesehen ist dies auch für die Frau bzw. werdende Mutter zum Teil katastrophal, denn sie wird nach deren Vorstellung komplett entmündigt. Sie hat ohne wenn und aber zu gebären, sonst macht sie sich straffällig. Ein Unding! Man nehme den Fall an, und solche gibt es wirklich, es wird eine so problematische Schwangerschaft, dass man sich entscheiden muss: Entweder stirbt das Embryo oder die werdende Mutter. Hier kann und muss man der Frau das Recht einräumen, dass ihr Leben mindestens genauso viel Wert ist wie das des ungeborenen Kindes. Keine Frau, zumindest fast keine, würde sich hier leichtfertig für einen Abbruch entscheiden. Es muss da daher gesetzlich entgegen dem ideologischen Schwarz-Weiß Denken die Möglichkeit des legalen Schwangerschaftsabbruchs gegeben sein. Weitere Fälle die psychologische Probleme betreffen sind schwieriger zu bewerten, können aber auch akzeptable Gründe haben. Darin übergreifend noch ein anderes Beispiel für einen rechtmäßig und moralisch einwandfreien Grund zu Abtreibung: Nach einer Vergewaltigung. Ich verstehe nicht, wie man einer durch eine Vergewaltigung schwangeren Frau gesetzlich vorschreiben will, das Kind austragen zu müssen. Es gibt Fälle wo dies funktionieren kann, aber sollte in solchen extremen Fällen die Frau mitentscheiden dürfen!

Eine Abtreibung zu begehen, egal in welchem Stadium, ist eine moralisch große Verantwortung für die werdende Mutter. Es ein sehr sensibles Thema ohne einfache Antworten. Es sind Einzelfälle und als diese auch zu bewerten. Auch ich sehe es als problematisch an, dass Abtreibungen zur Mode verkommen zu scheinen. Ganz nach dem Motto ich habe keine Lust auf Kind oder es wird behindert sein und es kommt damit überhaupt nicht in Frage es auszutragen etc. pp.. Dies ist eine Entwicklung die auch ich nicht gutheiße. Da müssen Regeln geschaffen werden und dazu eine Gesellschaft die das Kinderkriegen nicht mehr so oft als Problem und Überforderung sieht. Dazu bedarf es umfassendere, neutrale (!) Beratungen. Beratungen nach dem Tenor Abtreibung ist böse und du wirst dadurch zum Mörder und Straftäter, wie es weitergedacht der BVL fordert, ist dabei nicht zielführend.

In diesem Sinne bleiben Sie wachsam und kämpfen Sie gegen den christlichen Fundamentalismus von von vorgestern an. Schauen Sie sich an wer diesen Marsch für das Leben unterstützt und konfrontieren Sie diese damit und setzen Sie einen Boykott an. Ich habe damit schon angefangen und bin u.a. auch deshalb aus der katholischen Kirche ausgetreten. Denn viele katholische Würdenträger unterstützen dieses Treiben.

Quellen

[1] Website vom “Marsch für das Leben”; Unterstützer bzw. Mitglieder BVL
http://www.marsch-fuer-das-leben.de/unterstuetzer.php

[2] Berliner Erklärung des BVL von 2016
http://www.marsch-fuer-das-leben.de/berliner_erklaerung.php

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Europawahl – Wahlsystem der Zukunft

Europawahl – Wahlsystem der Zukunft

Als Europawahl wird die Wahl der Abgeordneten für das Europäische Parlament der Europäischen Union bezeichnet. Hierfür finden landesweit gesonderte Wahlen an einem Wahltag X statt, die die zuvor gemäß der Bevölkerungszahl zugewiesenen Plätze pro Land bestimmt.

Dieses Wahlsystem ist in der aktuellen Situation der EU noch zufriedenstellend, sofern keine willkürlich gesetzte Prozenthürde, wie es diese vor der Wahl 2014 in Deutschland noch gab, gibt. Es ist aber lediglich als Status Quo anzusehen und muss zukünftig im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses reformiert werden. Als Basis hierfür ist der Leitgedanke zur Entwicklung der EU hin zu den “Vereinigten Staaten von Europa” heranzuziehen. Demnach müssen wir dazu übergehen die nationale Kleinstaaterei in den Hintergrund zu drängen und dafür gesamteuropäisch zu denken und entsprechend auch zu handeln. Dazu wird es nötig sein eine gemeinsame Wahl durchzuführen. Es soll hierbei nicht mehr jedes Land gemäß ihrer Einwohnerzahl die Abgeordneten wählen, sondern alle EU-Bürger wählen nur noch direkt für die gesamt EU. Dazu sollen die Nationalparteien nicht mehr einzeln sondern gebündelt über Ländergrenzen hinweg als Europaparteien mit einer europaweiten Liste antreten. Dieses Grundsystem würde zwar zuungunsten der Kleinstaaten der EU gehen, da diese eine gemäß ihrer Einwohnerzahl überproportional höhere Abgeordnetenzahl haben. Dies wäre aber demokratischer, da jeder EU-Bürger egal wo er lebt die gleichen Mitbestimmungsrechte hätte. Landesinteressen sind stattdessen im Ministerrat zu vertreten. Gegebenenfalls könnte man auch, ähnlich der Bundestagswahl, dazu übergehen eine Wahl mit Landeslisten von Europaparteien zuzulassen. Dies würde v.a. kleinere Parteien die nur regional oder national in der EU bekannt sind die Chance lassen auch an der Wahl teilzunehmen. Denn es scheint sonst schwierig zu werden nötige Voraussetzungen zu erfüllen (wie z.B. Unterstützungsunterschriften), um an der Wahl auf dem Wahlzettel in der gesamten EU zu stehen. Dagegen halten kann man hier wiederum, dass auch kleine Parteien sich vom regionalen bzw. nationalen Gedanken lösen müssen und sich eine passende Europapartei suchen oder selbst eine initiieren müssen. Dazu müsste man zu Kompromissen bereit sein, womit sich gerade kleinere Parteien sehr schwer tun, da diese oft eine idealistische Einstellung aufweisen und damit eher kompromissunfähig sind.

Die Diskussion sollte aber nicht unabhängig von der Wahl der Europäischen Kommission geführt werden. Diese exekutive Institution sollte zukünftig ebenfalls direkt vom Volk gewählt werden. Dazu sind Kommissionspräsidenten mit einem Team an zukünftigen Kommissaren von den Parteien für die Wahl aufzustellen. Die einfache Mehrheit entscheidet und führt zu einer klaren und alleinigen Regierung. Wichtig ist dabei zu beachten, dass ich ausdrücklich keine Präsidialdemokratie anstreben möchte. Es ist stattdessen eine föderale Parlamentsdemokratie ähnlich wie in Deutschland einzuführen. Aktuell ist das Europäische Parlament dazu noch nicht ausreichend legitimiert. Im Gegensatz zu Deutschland sollte man gleich die Gelegenheit nutzen, um die Koalitionen abzuschaffen. Diese haben den Nachteil, dass ein Koalitionsvertrag ausgehandelt werden muss, der zwangsläufig zu Entscheidungen führen kann, die nicht der parlamentarischen Mehrheit entspricht. Jede Einzel-Entscheidung sollte im Rahmen der Zusammensetzung des Parlamentes und ohne Fraktionszwang getroffen werden und nicht entgegen der eigentlichen Parteimeinung weil es eine Absprache in der Regierungskoalition gibt (Koalitionsvertrag, Kabinettsentscheidung) oder man die Regierung stützen muss (Fraktionszwang). Dies ist auch für den Bundestag notwendig, wobei man hier nur mit Bedacht vorgehen sollte, da das System in Deutschland meiner Meinung nach das bisher beste ist und nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden darf.

Zusammenfassend sind folgende Forderungen anstrebenswert:

  • An der Parlamentswahl soll es nur noch eine einheitliche Stimmenauszählung geben
  • An der Parlementswahl sollen nur noch Europaparteien teilnehmen
  • Kleineren, regionalaktive Parteien soll durch Landeslisten die Teilnahme zur Wahl ermöglicht werden
  • Prozenthürden sind, soweit vorhanden, abzuschaffen
  • Direkte Landesinteressen sollen nur noch im Ministerrat vertreten werden
  • Direktwahl der Kommission
  • Stärkung des Parlaments, keine Präsidialdemokratie
  • Keine Koalitionen über eine gesamte Legislaturperiode
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Champions League 2016/17

Fortlaufendes Gedankenexperiment zur kommenden Champions League Saison. Wer qualifiziert sich, wer landet in welchem Lostopf. Natürlich werden bevorzugt deutsche Mannschaften bewertet.

Grundlage: Wer kann sich (noch) qualifizieren?

Für deutsche Teams gibt es in der laufenden Fußball-Saison folgende Wege sich für die Champions League 2016/17 zu qualifizieren (4 oder 5 Teilnehmer):

  • Als Titelverteidiger der Champions League 2015/16
    Diese Option steht noch dem FC Bayern München aus deutscher Sicht offen.
  • Als Sieger der Europa League 2015/16
    Diese Option steht keiner deutscher Mannschaft mehr offen
  • Als Deutscher Meister 2015/16
    Diese Option steht noch folgenden Mannschaften offen:
    – Bayern München
    – Borussia Dortmund
  • Als Dritter der Bundesliga 2015/16
    Diese Option steht allen die noch Deutscher Meister werden können offen und zusätzlich folgenden Mannschaften:
    – Hertha BSC
    – FC Schalke 04
    – FSV Mainz 05
    – Borussia Mönchengladbach
    – VfL Wolfsburg
    – Bayer Leverkusen
    – FC Ingolstadt 04
  • Als Vierter der Bundesliga 2015/16
    Diese Option steht noch allen Teilnehmern offen die noch Dritter werden können, plus zusätzlich:
    – 1. FC Köln

 

5 Mannschaften einer Nation in der Champions League

Diese Option steht den drei besten Nationen der Uefa Fünfjahreswertung offen. Voraussetzung ist der Titelgewinn der Europa League und gleichzeitiger Nicht-Qualifikation für die Champions League(-Qualifikation).

  • Spanien – möglich durch Europa League Sieg des FC Villareal oder FC Sevilla
  • Deutschland – nicht mehr möglich
  • England -möglich durch Europa League Sieg des FC Liverpool

 

Champions League Lostopf 1:

  • Als Titelverteidiger: Bayern München, Real Madrid, Atletico Madrid oder Manchester Ciry
  • Als Deutscher Meister: Bayern München oder Borussia Dortmund
  • Paris Saint-Germain

Champions League Lostopf 2:

  • 8 beste Klubs der letzten 5 Uefa-Jahren, sofern qualifiziert und nicht in Lostopf 1
    – Real Madrid
    – FC Bayern München
    – FC Barcelona
    – Atletico Madrid
    – (FC Chelsea London)
    – Benfica Lissabon
    – (Paris Saint-Germain)
    – Borussia Dortmund- Juventus Turin
    – Arsenal FC
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Portrait: Bärbel Fischer

Name:       Barbara “Bärbel” Fischer
Wohnort: Leutkirch, Baden-Württemberg
Partei:       ÖDP, KV Ravensburg
NGOs:       Bündnis Rettet die Familie, Mitglied des Vorstands
Forum Familiengerechtigkeit – Eine Elterninitiative, Vorsitzende

Wer ist Bärbel Fischer? Zunächst möchte ich festhalten, dass ich Frau Fischer nicht persönlich kenne. Das heißt alle Informationen beruhen auf einer Internet Recherche.

Parteitpolitisch ist Frau Fischer genauso wie ich in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) aktiv. Außerhalb der Kreisverbandsebene ist Sie mir allerdings noch nicht weiter innerhalb der Partei aufgefallen. Nach der Homepage des ÖDP Kreisverbandes Ravensburg ist Sie Ersatzdelegierte für die  Landesparteitage der ÖDP[1].

Interessanter als Ihre Arbeit in der Partei ist aber vielmehr Ihr Wirken außerhalb. Sie ist Vorsitzende einer erzkonservativen Initiative, dem “Forum Familiengerechtigkeit – Eine Elterninitiative” [2]. Es reicht schon aus den ersten Beitrag zu lesen, um zu wissen wo die Reise hingeht. Denn dort wird mit Datum 17.02.2016 für die homophobe Versammlung “Demo für alle” in Stuttgart Werbung gemacht [3]. Dies verwundert derweil nicht, wenn man sich die Unterstützer dieser Demo ansieht. Da taucht nämlich das Forum als Mitveranstalter auf [4]. Dort wird u.a. mit einer homophoben Petition “Appell Ehe bleibt Ehe!” auf der homophoben Petitionsplattform “CitizenGO” [5] geworben. Desweiteren ist das “Bündnis Rettet die Familie” als Unterstützer der Demo aufgeführt. Kein unbeschriebens Blatt, denn dort ist Bärbel Fischer ebenfalls aktiv und als Protokollführerin ebenfalls im Vorstand. Stellvertrender Vorsitzender dieses Vereins ist im Übrigen der ÖDP’ler Johannes Resch, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Familie der ÖDP. Aber dies nur am Rande [6]. Frau Fischer ist aber noch mehr vorzuwerfen, so ist Sie auch eine Autorin der rechtskonservativen Internetseite “Freie Welt” [7]. Dies ist nicht irgendeine Seite, sondern eine Propaganaplattform der berühmten Eheleuten Sven und Beatrix von Storch! Frau von Storch von der rechtsgerichteten Alternative für Deutschland (AfD) ist kürzlich erst wieder negativ aufgefallen, indem Sie vorschlug an der deutschen Grenze auf einreisende Asylbewerber (inklusive Kinder) schießen lassen zu wollen. Ein ÖDP-Mitglied als Autorin auf der Seite der Storchs? Ein Skandal!

Diese Kurzrecherche zeigt: Bleibt wachsam! Hinterfragt alles und jeden.

 

Quellen:

[1] Delegierte ÖDP Ravensburg
http://www.oedp-wuertt-allgaeu.de/die-%C3%B6dp

[2] Website Forum Familiengerechtigkeit – Eine Elterninitiative
http://familiengerechtigkeit-rv.info/?page_id=449

[3] Veranstaltungshinweis “Demo für alle” beim Forum Familiengerechtigkeit
http://familiengerechtigkeit-rv.info/?p=6257

[4] Forum Famliengerechtigkeit als Mitveranstalter der “Demo für alle”
https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/

[5] Homophobe Petition “Appell Ehe bleibt Ehe!”
http://www.citizengo.org/de/24468-ehe-bleibt-ehe

[6] Vorstand vom “Bündnis Rettet die Familie”
http://www.rettet-die-familie.de/impressum

[7] Bärbel Fischer, Autorin bei Freie Welt
http://www.freiewelt.net/nc/autor/?tx_ttnews%5Bswords%5D=B%C3%A4rbel%20Fischer

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PCK Raffinerie GmbH – Berliner Kraftstoffe in russischer Hand!

Kraftstoffe sind noch immer das Elixier schlechthin der deutschen Mobilität. So auch in der deutschen Hauptstadt Berlin. Auch wenn die Ziele der deutschen Regierung zur Umstellung auf Elektromobiliät ehrgeizig sind, so wird auf unbestimmte Zeit der klassische Kraftstoff Benzin, Diesel bzw. Kerosin in Deutschland noch eine große Rolle spielen. Es sollte daher ein genauerer Blick darauf geworfen werden.

In Berlin beispielsweise ist der Kraftstoffmarkt bezüglich der Produktion als besorgniserregend zu betrachten. So wird der Berliner Kraftstoff zu 95% aus der Öl-Raffinerie in Schwedt/Oder (Brandenburg) bereitgestellt [1]. Die Produktionsanlage wird von der Firma PCK Raffinerie GmbH betrieben. Unglücklicherweise ist seit November 2014 der mehrheitlich russische Staatskonzern OAO Rosneft mit 35,45% an der PCK Raffinerie GmbH beteiligt. Rosneft hatte dabei im November 16,7% von dem französischen Ölunternehmen Total SA übernommen [2]. Rosneft war bereits über das Joint Venture Ruhr Oel GmbH (50% Rosneft/50% BP) mit einem Anteil von 18,75% an der PCK Raffinerie beteiligt, was einen nunmehr einen Gesamtanteil von Rosneft von 35,45% ausmacht. Weitere Anteilseigner sind Shell Deutschland Oel GmbH mit 37,5% sowie die italienische Eni S.p.a. mit 8,3% [3].

Um mich kurz zu fassen: Problematisch an der Sache ist die Beteiligung der russischen Regierung über das Unternehmen Rosneft. Russland steht für Völkerrechtsbrüche (vgl. Annektierung Krim), zwiespältiges Verhalten im Ukraine-Konflikt (Duldung oder gar Beauftragung der Unterstützung von gewaltbereiten Separatisten) sowie autoritären Führungsstil von Wladimir Putin. Es fehlt weiter ein neutrales Rechtssystem (beispielsweise Fall Chodorkowski) und eine Distanzierung zu andern Despoten in Osteuropa/Zentralasien wie Belarus, Kasachstan und andere (man arbeitet sogar eng mit diesen zusammen). Desweiteren stehen Verstöße gegen die Menschenrechte im Raum und diverse andere Kritiken.

Was bleibt ist ein Umstieg auf Elektromobiltät oder Brennstoffzelle. Erdgas bietet sich wohl nicht an, da hier das andere halbstaatliche russische Unternehmen Gazprom die Finger im Spiel haben dürfte. Aber vielleicht hat der Berliner Glück und die 5% die nicht aus Schwedt stammen sind ethisch-moralisch eher vertretbar. Dies müsste noch herausgefunden werden.

Quellen:

[1] Infos PCK Raffinerie aus dem Jahr 2008/09
http://www.innomonitor.de/index2.php?id=200

[2] Rosneft übernimmt 16,7% von Total
http://www.focus.de/regional/brandenburg/oel-oelkonzern-rosneft-kauft-weitere-anteile-an-raffinerie-in-schwedt_id_4309468.html

[3] Anteilseigner PCK Raffinerie
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-11/32146268-rosneft-baut-anteil-an-pck-raffinerie-in-schwedt-aus-015.htm

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Nevsun Resources – Kanadisches Unternehmen unterstützt und finanziert den autoritären Staat Eritrea

Bisha Mine (Eritrea), Bisha Mining Share Company
Nevsun Resources Ltd.  ist ein kanadisches Bergbauunternehmen, welches auch im totalitären Staat Eritrea operiert.  Nevson hat dazu das Joint-Venture Unternehmen “Bisha Mining Share Company”  mit der staatlichen Bergbaugesellschaft von Eritrea, der Eritrean National Mining Corporation (ENAMCO), gegründet. ENAMCO ist mit 40% und Nevsun entsprechend mit 60% daran beteiligt [1].
Nevsun Resources Ltd. unterstützt damit indirekt den autoritären Staat Eritrea mit seinem Staatschef Isayas Afewerki und den damit verbunden Verstößen gegen die Menschenrechte. Der World Report für Eritrea von Human Rights Watch [2] zeigt die massiven Verstöße auf; desweiteren ist auch die Dokumentation der ARD “Die Story im Ersten: Tod vor Lampedusa – Europas Sündenfall (2014)” als Informationsquelle heranzuziehen [3].

Diese Tatsachen führen zwangsläufig zu einem Boykottgebot für Nevsun Resources. Die Frage die bleibt: Welchen Einfluss hat Deutschland bzw. wir Bürger auf Nevsun? Nevsun produziert und gewinnt u.a. Kupfer, Gold, Silber und Zink und ist auch in weiteren afrikanischen Staaten wie Ghana und Mali aktiv [4]. Eine Beziehung zu Deutschland ist nach kurzer Recherche (noch) nicht bekannt. Bis dato ist aber von einem Aktienkauf (auch über Fonds) von Nevsun Resources Ltd., Nevsun ist an der Toronto Stock Exchange sowie NYSE Market Exchange gelistet, abzusehen [4].

Als weitere Schritte sind die Verflechtungen mit anderen Unternehmen und Staaten zu Tage zu führen und auch Unternehmen und Produkte, welche die von Nevsun geföderten Rohstoffe verarbeiten bzw. enthalten, herauszufinden. Auch sollte ein deutscher Wikipedia-Artikl zu Nevsun Resources Ltd. erstellt werden, um die deutsche Öffentlichkeit aufzuklären.

Quellen:

  1. Website Bisha Mining Share Company:
    http://bishamining.com/
  2. World Report Human Rights Watch für Eritrea (Englisch):
    http://www.hrw.org/world-report/2014/country-chapters/eritrea
  3. “Die Story im Ersten: Tod vor Lampedusa – Europas Sündenfall (2014)”
    http://programm.ard.de/TV/daserste/tod-vor-lampedusa—europas-suendenfall/eid_2810612958113571
  4. Wikipedia (Englisch):
    http://en.wikipedia.org/wiki/Nevsun_Resources
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ALEX (Paris SG) outet sich als Homophob

“Gott hat Adam und Eva geschaffen, nicht Adam und Yves”
(Alex, Fußballer von Paris SG)

Thomas Hitzelsperger (ehemaliger deutscher Nationalspieler im Fußball) hat sich öffentlich bekannt homosexuell zu sein. Leider ist dies im Fußball immer noch eine besondere Story. Aber was mich viel mehr interessiert – als die Nachricht selbst – sind die Reaktionen darauf. Denn so eine Nachricht hat immer zur Folge, dass sich auch homophobe Menschen “outen”. So ist es dann auch gekommen.  Wie im obigen Zitat hervorgehoben, hat sich der brasilianische Verteidiger “Alex” von französischen Spitzenklub Paris SG sehr abfällig und homophob im französischen TV zu dem Coming-Out von Herrn Hitzelsperger geäußert. Dies stellt für mich eine nicht hinnehmbare Äußerung gegen die Menschlichkeit dar und muss Konsequenzen haben.

Ich fordere daher von euch diesen Spieler (bis zu einer eventuellen Einsicht) sowie den Verein Paris SG, insofern er die Aussage von Alex ohne gravierende Konsequenzen akzeptiert, zu boykottieren. Weiter fordere ich den Verein Paris SG auf, den Spieler Alex bis auf weiteres zu suspendieren.

Quellen:

[1] taz. Die Tageszeitung, vom 10. Januar 2014

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2014%2F01%2F10%2Fa0141&cHash=60056be31a925e6486d50d110033da6b

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