Portrait: Bärbel Fischer

Name:       Barbara “Bärbel” Fischer
Wohnort: Leutkirch, Baden-Württemberg
Partei:       ÖDP, KV Ravensburg
NGOs:       Bündnis Rettet die Familie, Mitglied des Vorstands
Forum Familiengerechtigkeit – Eine Elterninitiative, Vorsitzende

Wer ist Bärbel Fischer? Zunächst möchte ich festhalten, dass ich Frau Fischer nicht persönlich kenne. Das heißt alle Informationen beruhen auf einer Internet Recherche.

Parteitpolitisch ist Frau Fischer genauso wie ich in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) aktiv. Außerhalb der Kreisverbandsebene ist Sie mir allerdings noch nicht weiter innerhalb der Partei aufgefallen. Nach der Homepage des ÖDP Kreisverbandes Ravensburg ist Sie Ersatzdelegierte für die  Landesparteitage der ÖDP[1].

Interessanter als Ihre Arbeit in der Partei ist aber vielmehr Ihr Wirken außerhalb. Sie ist Vorsitzende einer erzkonservativen Initiative, dem “Forum Familiengerechtigkeit – Eine Elterninitiative” [2]. Es reicht schon aus den ersten Beitrag zu lesen, um zu wissen wo die Reise hingeht. Denn dort wird mit Datum 17.02.2016 für die homophobe Versammlung “Demo für alle” in Stuttgart Werbung gemacht [3]. Dies verwundert derweil nicht, wenn man sich die Unterstützer dieser Demo ansieht. Da taucht nämlich das Forum als Mitveranstalter auf [4]. Dort wird u.a. mit einer homophoben Petition “Appell Ehe bleibt Ehe!” auf der homophoben Petitionsplattform “CitizenGO” [5] geworben. Desweiteren ist das “Bündnis Rettet die Familie” als Unterstützer der Demo aufgeführt. Kein unbeschriebens Blatt, denn dort ist Bärbel Fischer ebenfalls aktiv und als Protokollführerin ebenfalls im Vorstand. Stellvertrender Vorsitzender dieses Vereins ist im Übrigen der ÖDP’ler Johannes Resch, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Familie der ÖDP. Aber dies nur am Rande [6]. Frau Fischer ist aber noch mehr vorzuwerfen, so ist Sie auch eine Autorin der rechtskonservativen Internetseite “Freie Welt” [7]. Dies ist nicht irgendeine Seite, sondern eine Propaganaplattform der berühmten Eheleuten Sven und Beatrix von Storch! Frau von Storch von der rechtsgerichteten Alternative für Deutschland (AfD) ist kürzlich erst wieder negativ aufgefallen, indem Sie vorschlug an der deutschen Grenze auf einreisende Asylbewerber (inklusive Kinder) schießen lassen zu wollen. Ein ÖDP-Mitglied als Autorin auf der Seite der Storchs? Ein Skandal!

Diese Kurzrecherche zeigt: Bleibt wachsam! Hinterfragt alles und jeden.

 

Quellen:

[1] Delegierte ÖDP Ravensburg
http://www.oedp-wuertt-allgaeu.de/die-%C3%B6dp

[2] Website Forum Familiengerechtigkeit – Eine Elterninitiative
http://familiengerechtigkeit-rv.info/?page_id=449

[3] Veranstaltungshinweis “Demo für alle” beim Forum Familiengerechtigkeit
http://familiengerechtigkeit-rv.info/?p=6257

[4] Forum Famliengerechtigkeit als Mitveranstalter der “Demo für alle”
https://demofueralle.wordpress.com/eine-seite/

[5] Homophobe Petition “Appell Ehe bleibt Ehe!”
http://www.citizengo.org/de/24468-ehe-bleibt-ehe

[6] Vorstand vom “Bündnis Rettet die Familie”
http://www.rettet-die-familie.de/impressum

[7] Bärbel Fischer, Autorin bei Freie Welt
http://www.freiewelt.net/nc/autor/?tx_ttnews%5Bswords%5D=B%C3%A4rbel%20Fischer

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2 Responses to Portrait: Bärbel Fischer

  1. Sehr geehrter Herr Peschke!

    Lange habe ich mir überlegt, ob ich Ihnen überhaupt antworte. Denn eine Internetseite ohne Impressum und ohne Angaben zu Ihrer Person ist ja nicht gerade ein Aushängeschild und daher auch kaum ernst zu nehmen.

    Dass Sie nur einen einzigen Beitrag aufschlagen müssen, um festzustellen, wie „erzkonservativ“ die ganze Elterninitiative ist, spricht Bände. Anstatt sachliche Kritik zu üben, bezeichnen Sie alles, was sich Ihnen nicht erschließt, als „homophob“. Da machen Sie es sich aber sehr einfach, Herr Peschke! Von einem aktiven ÖDP-Mitglied hätte ich eine differenziertere Vorgehensweise erwartet.

    Ja, Sie warnen sogar Ihre geneigte Leserschaft vor mir! Gestatten Sie, dass ich schmunzle! Ein ÖDP-Mitglied, das sich für die Ehe von Mann und Frau und für behütete Kinder einsetzt – was für ein Skandal! Unverzeihlich!

    Und wenn FREIE WELT auf unsere Beiträge zugreift, dann freuen wir uns über eine erweiterte Leserschaft. Wären Sie ein Demokrat, würden Sie dulden, dass unterschiedliche Bürger unterschiedliche Meinungen haben, haben dürfen und haben sollen. Schließlich geht es uns als ÖDP doch um demokratische Meinungsvielfalt.

    Warum haben Sie nicht mit mir Kontakt aufgenommen, um sich mit mir auseinander zu setzen, bevor Sie ein solches Pamphlet in die Welt setzen? Dass Sie Ihre Kritik allein an meiner Person festmachen, ist fraglos ein ungewöhnlicher Vorgang, speziell unter Parteifreunden.

    Daher, Herr Peschke erwarte ich, dass Sie sich auf Ihrer Seite für diesen Beitrag öffentlich entschuldigen.

    Mit freundlichem Gruß
    Bärbel Fischer

  2. Guido Klamt says:

    Etwas spät, aber hoffentlich nicht zu spät, möchte ich als ÖDP-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg auch noch etwas dazu sagen.
    Unterschiedliche Standpunkte zu haben, auch innerhalb einer Partei, gehört zur politischen Diskussionskultur. Aber es gehört auch dazu, sich gegenseitig zu achten und gewissen Regeln einzuhalten. Eine Regel ist, nicht einfach öffentlich Vorwürfe gegen ein anderes Mitglied zu erheben, sondern erst einmal das Gespräch zu suchen. Der hier eingeschlagene Weg ist nicht akzeptabel, sondern genau der Politstil, den wir von der ÖDP ablehnen.
    Ich habe das persönliche Gespräch mit Frau Fischer gesucht und es war sehr schnell festzustellen, dass Frau Fischer weder rechtes Gedankengut hegt oder gut heißt, noch sich homophobe Vorwürfe gefallen lassen muss. Dies wäre leicht festzustellen gewesen, wenn man sich nicht nur auf Internetrecherchen verlassen würde, sondern auf die Menschen zugehen würde.
    Nur noch eine inhaltliche Bemerkung: Homophobe Tendenzen sind ganz klar abzulehnen, ebenso wie Tendenzen, dies als eine anzustrebene Lebensform auf den Thron zu heben, wie man manchmal den Eindruck gewinnen könnten. Menschen sind Menschen, egal, welche sexuelle Ausrichtung sie haben. Kein Mensch darf deswegen benachteiligt werden. Eine vollständige Gleichbehandlung, gerade in Adoptionsfragen, darf man dennoch kritisch betrachten.
    Auch eine schulische Erziehung, in der in den Grundschuljahren Toleranz vermittelt wird, ist alternativlos. Aber auch hier muss nicht der Schwerpunkt nicht auf der sexuellen Vielfalt liegen, damit können die Kinder zum Teil noch gar nichts anfangen. Auch hierbei geht bei der Demo gegen die Ehe für alle, aber natürlich finden sich dort auch Forderungen, die für die ÖDP nicht akzeptabel sind. Aber eine Teilnahme ist am Ende die Entscheidung jeder einzelnen Person.

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