Kempinski AG

Die Kempsinki AG ist eine Hotelkette, welche im Luxus Bereich aktiv ist und das berühmte Hotel Adlon zwischen amerikanischer und britischer Botschaft Unter den Linden 77 in Berlin am Brandenburger Tor betreibt. Das Hotel Adlon gehört dabei Kempinsiki nicht selbst, es betreibt es nur durch einen Pachtvertrag, welcher bis 2032 gültig ist [1].

Seit Anfang 2017 wurde die Aktionärsmehrheit der Kempinski AG vom Königshaus Thailand (über die Crown Proptery Bureau, kurz CPB) an die Scheichs von Bahrein übertragen. Die genaue Struktur ist aber nicht bekannt. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender wurde Abulla Hasan Saif, ehemaliger Finanzminister von Bahrein [1].

Eigentümer des Hotel Adlon ist die Fundus-Gruppe mit dem “Fundus Fonds 31”. An die 5000 Anteilseigner hat der Fonds. Der Fonds ist mit 88% in der Hand der Treuhandgesellschaft “Jagdfeld & Partner Steuerberatungs-GmbH” [2].

Die Regierung in Bahrein, eine konstitutionelle Monarchie, als mehrheitlicher Betreiber des Adlon steht für Menschenrechtsverletzungen und den Jemen Krieg [3]. Das Hotel Adlon, die Kempinski AG sowie die Fundus Gruppe sind daher weitestgehend zu boykottieren.

Insbesondere Veranstaltungen im Adlon sind zu meiden. Bespielsweise fand am 20. März 2018 Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre Deutsch-russisches Forum e. V. statt [4]. Weiter soll im November 2018 der Bundespresseball stattfinden, was verhindert werden sollte [5].

 

Quellen:

[1] Eigentümerstruktur und Pacht Hotel Adlon
https://www.welt.de/wirtschaft/article162393138/Zwei-Koenigshaeuser-tauschen-die-Macht-bei-Kempinski.html

[2] Fundus-Gruppe, Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Fundus-Gruppe

[3] Menschenrechtslage Bahrein, Amnesty International
https://www.amnesty.de/jahresbericht/2017/bahrain

[4] Festveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums e.V. im Adlon
http://www.deutsch-russisches-forum.de/festveranstaltung-des-deutsch-russischen-forums-e-v/4541

[5] Geplante Veranstaltung des Bundespresseballs im Adlon
http://bundespresseball.de

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Appellate Body – USA zieht der WTO die Zähne

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Donald Trump, der wahnsinnige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hat per Erlass Strafzölle für Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25% (Stahl) und 10% (Aluminium) angeordnet. Dies kam nicht überraschend, hatte er dies doch schon im Wahlkampf für sein Präsidentenamt angekündigt. Es soll aber Ausnahmen für “Freunde” geben, die bereit sind Trump’sche Deals einzugehen. Dies betrifft zB Mexiko und Kanada.

Die EU scheint davon nicht verschont zu werden und bereitet sich zum Gegenschlag im Handelskrieg vor. Es soll eine Klage bei der WTO eingereicht und Gegenstrafzölle für US-Güter eingeführt werden. WTO-Klagen sind sehr sinnvoll und kann ich prinzipiell unterstützen. Gegenzölle für typische amerikanische Produkte wie Motorräder oder Whiskys muss ich dagegen absolut ablehnen. Es ist nicht gut, wenn man als Gegenreaktion unbeteiligte Unternehmen und Arbeitnehmer*innen bestrafen will. Sinnvoll wären indes nur Zölle und Boykotte gegen Staatsunternehmen. Im Gegensatz zu Russland und China agiert die USA aber wenig mit Staatsunternehmen im Ausland.

Wer meint, der Handelskrieg würde erst jetzt starten, irrt! Die Trump-USA geht nicht blauäugig vor, wie Trump dies immer versucht darzustellen. Und das ist ein Dilemma. Denn die USA demontiert gerade die WTO und das bereits seit dem Amtsantritt von Trump im Februar 2017. Wichtig ist: Handelstreitigkeiten werden vor WTO Schiedsgerichten geklärt, das sogenannte Dispute Settlement Body (kurz DSB). Da wie bei Urteilen üblich der Verlierer nicht mit dem Urteil einverstanden ist, gibt es noch das Berufungsschiedsgericht – dem Appellate Body.
Der Appellate Body setzt sich aus insgesamt 7 Richtern zusammen. Die Benennung der Richter muss einstimmig erfolgen. Genau dies ist aktuell das Problem. Die USA blockieren, für in den Ruhestand ausgeschiedene Richter*innen, die Neubesetzung. So ist es möglich, dass im Verlaufe des Jahres 2018 keine Beschlussfähigkeit des Berufungsschiedsgerichtes mehr vorhanden ist, da nur noch 3 Richter*innen vorhanden wären. Eine Klage der EU gegen die US-Strafzölle wäre defacto wirkungslos, da das letzte Beschlussgremium nicht handlungsfähig wäre.

Die EU sollte sich daher nicht auf die WTO verlassen. Sinnvoller wären Gegenmaßnahmen, die so oder so notwendig und sinnvoll wären. Zu nennen ist die Rüstungs- und Außenpolitik. Beispielsweise sind sämtliche auf deutschem Staatsgebiet befindlichen amerikanischen Militärstützpunkte bis auf weiteres zu schließen, insbesondere der Atomwaffenstützpunkt Büchel. Ein komplett Ausstieg aus der Nato wäre zu diskutieren (vergleiche auch Konflikt mit der Türkei). Verbündete der USA müssten angegangen werden (vergleiche auch Jemen Krieg / Saudi-Arabien).

Fakt ist, die geplanten Gegenmaßnahmen der EU sind wirkungslos oder grundsätzlich falsch [1,2,3].

 

Quellen:

[1] Appellate Body der WTO
https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/appellate_body_e.htm

[2] WTO Blockade der USA
http://ecipe.org/publications/the-search-for-solutions-to-save-the-wto-appellate-body/

[3] Strafzölle der USA + WTO Blockade USA
Die Zeit vom 08.03.2018 Seite 21 und 22

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Bistum Limburg

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Im heutigen Blog geht es um das berühmte katholische Bistum Limburg. Berühmt wurde es unter anderem durch den den ehemaligen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und das kostspielige “Diözesanes Zentrum Sankt Nikolaus”.

Das Bistum Limburg fällt nicht nur durch teure Bauten und unhaltbare Bischhöfe auf. Generell ist das Bistum eine Geldmaschine, fragt sich nur auf welche Kosten. Wenn man sich die Jahresberichte anschaut fallen einem die sehr hohen Jahresgewinne der Kirche auf. In folgender Darstellung sind die relativ hohen Jahresgewinne der letzten Jahre aufgeführt:

  • Jahresgewinn 2016 [1]: 13,4 Millionen Euro
  • Jahresgewinn 2015 [1]: 13,5 Millionen Euro
  • Jahresgewinn 2014 [2]:   6,4 Millionen Euro

Für eine Kirche erscheinen die Gewinne sehr hoch. Kennt man eigentlich in diese Größenordnungen nur von gewinnorientierten Unternehmen. Insbesondere wenn man sich vorstellt, dass das Bistum auch Träger von sozialen Einrichtungen ist und bekanntermaßen gerade Pfleger*innen und Erzieher*innen nur ein geringes Einkommen erhalten und die Kosten der Einrichtungen sich viele Gläubige kaum oder nicht selbständig leisten können. Es scheint daher moralisch fragwürdig solch hohe Gewinne zu erzielen anstatt das vorhandene Geld sozial einzusetzen, wie viele es von Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft erwarten.

In der Region sind 291 Kitas in Trägerschaft des Bistums [1]. Wenn man den Jahresgewinn komplett an alle Kitas ausschütten würde, dann käme jeder Kita ca. 46.000 Euro zugute. Geld das Kitas sicher gut und sinnvoll in unser aller höchstes Gut, den Kindern, investieren könnten. Für die Einrichtung selbst, für Essen und Trinken oder auch um beim Gehalt  der Erzieher*innen oder auch den Kita-Gebühren nachzubessern. Und selbst wenn die Kitas optimal versorgt wären, könnte man das Geld sinnvoll in Entwicklungsprojekte investieren.

Apropos Investment – Das Bistum ist auch auf dem Aktienmarkt aktiv und hat ein Portfolio im Wert von 0,95 – 1,30 Milliarden Euro (je nach Wertbemessung). Darunter befinden sich mit einem Gesamtanteil von 27,8% auch Aktienfonds. Man kann davon ausgehen, dass diese Investments auch mitunter in Kontakt zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltschädigungen stehen. Dies wäre und ist nicht sonderlich christlich. Beim Investment richtet man sich an Bewertungen der Oekom Research AG. Mit Hilfe dessen hat man Ausschlusskriterien festgelegt. Diese Liste umfasst derzeit ca. 230 Unternehmen [1]. Guter Ansatz aber wohl eher schwach umgesetzt. So sind Unternehmen von Verhütungsmitteln absolut verboten und Unternehmen die keine “schwerwiegenden” Menschenrechtsverletzungen vorweisen noch erlaubt – von Subunternehmer, Lieferanten und Gesellschafter ganz zu schweigen.

Das Recherche Netzwerk CORRECTIV klagt derzeit gegen das Bistum Köln, welches als eines der reichsten Bistümer der Welt gilt, für eine Offenlegungspflicht der Finanzinvestments. Begründung es werden auch staatlich eingezogene Kirchensteuer investiert. Man darf auf das Urteil gespannt sein [3].

Quellen:

[1] Jahresbericht 2016 Bistum Limburg
https://www.bistumlimburg.de/fileadmin/redaktion/Portal/Meldungen/2017/Finanzen_Bistum_Limburg_Jahresbericht2017_19072017-INT.pdf

[2] taz (epd) vom 12.08.2016 Seite 5

[3] Klage CORRECTIV gegen das Bistum Köln
https://correctiv.org/blog/auskunftsrechte/artikel/2017/10/13/correctiv-kaempft-auf-dem-weg-zu-den-kirchenmilliarden/

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Mietmarkt Berlin – Wohnberechtigungsschein (WBS)

Es ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass der Berliner Mietmarkt sehr angespannt ist. Wenn man das Einkommen der Berliner*innen miteinbezieht, bewegen sich die Mieten auf Münchner Niveau. München steht exemplarisch für sehr teure Mieten. Es ist daher notwendig über politische Maßnahmen auf dem Wohnungsmarkt zu diskutieren.

Letzter Rettungsanker auf dem Wohnungsmarkt ist für viele oft der Wohnberechtigungsschein, kurz WBS. Oder anders ausgedrückt: Anspruch auf Sozialwohnung. Im heutigen Blogbeitrag möchte ich die Lage für Wohnungssucher mit WBS im Berliner Stadtteil Weißensee, dem manchmal die Etikette “Neues Prenzl Berg” zugewiesen wird, näher beleuchten.

Wer in einer Sozialwohnung leben möchte, muss einen Antrag für einen Wohnberechtigungsschein (WBS) ausfüllen. Der WBS dient einkommensschwachen Mitbürger*innen auf dem Markt das Grundrecht auf Wohnung wahrnehmen zu können. Es handelt sich bei den WBS-Berechtigten aber nicht ausschließlich um Bezieher von ALG II (“Hartz IV”) und Arbeitslosen, sondern auch um Arbeitnehmer mit einem niedrigen Einkommen. Ein Recht für einen WBS-Schein hat in Berlin ein Singlehaushalt mit einem Jahreseinkommen (netto) von maximal 16.800 € oder umgerechnet ein Monatseinkommen von maximal 1.400 € [1].

Mietmarkt Weißensee von Immobilienscout am 04.02.2018:

Anzahl Mietwohnungen (1 Zimmer): 7
Anzahl Mietwohnungen (2 Zimmer): 27
Wohnnungen mit WBS:  EINE
Wohnungen ohne WBS: 33
Wohnungen bis 400€ (kalt): 3 (davon 1 Zi.: 3)
Wohnungen bis 600€ (kalt): 15 (davon 1 Zi.: 2)
Wohnungen über 600€ (kalt): 16 (davon 1 Zi.: 2)

Man erkennt mit diesen Zahlen, dass es in Weißensee nahezu keine günstigen Wohnungen auf dem freien Markt gibt. Sehr dürftig fällt die Anzahl der Sozialwohungen auf. Nur eine von 34 angebotenen Wohnungen wird ausschließlich für WBS-Berechtigte vorgehalten. Diese eine Wohnung kostet kalt 499€ (entspricht 8,90€ pro m²). Warm würde diese Wohnung  ca. 630€ pro Monat kosten. Nicht gerade ein Schnäppchen für einen Single-Haushalt. In einem Best-Case Fall von einem monatlichen Einkommen von 1400€ (Maximalgrenze für den WBS) macht die Warmmiete stolze 45% des Einkommens aus. Drastischer sieht die Lage für Niedrigverdiener*innen aus, welche aufgrund ihres Einkommens nicht mehr ALG II berechtigt sind. Während ALG II Empfänger*innen seit 2018 zusätzlich zur anteiligen Übernahme von Wohnungskosten einen Geldbetrag von 416€ erhalten, müssen Geringverdiener*innen außerhalb dieses Leistungsbereiches die Wohnung komplett selbst bezahlen. Wer ein Nettoeinkommen über dem ALG II Regelbedarf hat (oder entsprechendes Vermögen) muss mit dem Einkommen seinen Unterhalt bezahlen sowie die Wohnung. Es besteht daher die Gefahr, dass sich Arbeit (im Niedriglohnsektor) nicht (mehr) lohnt.

Gehen wir einmal von einem Netto-Gehalt von 1000 €  (Brutto 1200€) aus. WBS kann beantragt werden, da das Einkommen unter 1400€ liegt. ALG II Anspruch besteht nicht, da das zu berechnende Einkommen deutlich über dem Regelbedarf von 416€ liegt. Miete für für die oben beschriebene Wohnung beläuft sich auf 630€ warm. Macht letztendlich 370€ zur freien Verfügung. Dies liegt unterhalb des Regelbedarfs von ALG II. Dafür besteht aber ein Anspruch auf Wohngeld. Mit dem Wohngeldrechner ergibt sich eine Höhe von 120€ pro Monat im unseren fiktiven Fall [2]. Damit erhöht sich der zur Verfügung stehende Betrag auf 490€. Unterm Strich sind dies dann 74€ mehr als ein ALG II Bezieher, wenn dessen Wohnung komplett bezahlt wird. In unserem Fall dürfte aber kein ALG II Empfänger diese Wohnung beziehen, da die Miete über dem duldbaren Grenzwert von 364,50€ (Bruttokalt) bzw. 449 – 463 € (Warm) liegt [3]. Dies stellt somit ausschließlich eine Wohnung für Geringverdiener oder Mehr-Personen-Haushalt dar.

Quellen:

[1] Voraussetzungen für einen Wohnberechtigungsschein (WBS)
https://senstadtfms.stadt-berlin.de/intelliform/forms/Wohnen/berlin/BW504H/index

[2] Wohngeldrechner Berlin
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/wohngeld/diwo.shtml

[3] Mietkostenübernahme von ALG II Bezieher*innen
https://www.berlin.de/jobcenter/_assets/ubernahme_von_wohnkosten_barrierefrei.pdf

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Staatsboykott Türkei

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Am 15. Juli 2016 gab es einen gescheiterten militärischen Putschversuch in der Türkei. Dieser ist als anti-demokratischer Gewaltakt abzulehnen. Von der Regierung in der Türkei wird die Bewegung von Fetullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich gemacht. Die Drahtzieher werden von der Regierung in der Türkei dahingehend verfolgt ohne das eindeutige Beweise vorliegen. Dabei wird vom Erdogan Regime die Meinungs- und Pressefreiheit massiv eingeschränkt und jeder der sich dagegen auflehnt als Unterstützer der Gülen Bewegung verhaftet. So sitzen derzeit etwa 150 Journalisten, darunter der bekannte Deniz Yücel, ohne Verurteilung in Haft. Dazu wurden viele Zeitungen und Medien grundlos verboten und sehr viele Lehrer und Akademiker grundlos entlassen und viele auch verhaftet. Es ist daher notwendig von Außen einzuschreiten und der Opposition zu helfen das Regime zu stürzen. Es sollte daher ein Staatsboykott durchgeführt werden.

Die Gründe für den Staasboykott nochmals zusammengefasst [1]:

  • 50.510 Verhaftungen nach dem Putsch (Stand: 17.07.2017)
  • 169.013 Ermittlungsverfahren (Stand: 17.07.2017)
  • ca. 150.000 Entlassungen aus dem öffentlichen Dienst (Stand: 17.07.2017)
  • ca. 150 Journalisten sind im Gefängnis (Stand: 17.07.2017)
  • über 100 Zeitungen, TV-Sender, Radios wurden geschlossen oder verbannt (Stand: 17.07.2017)
  • Wunsch Erdogans zur Einführung der Todesstrafe

Boykott:

Um das Regime Erdogan gewaltfrei zu stürzen, ist es notwendig Vereinbarungen aufzukündigen und Staatsunternehmen zu boykottieren. Es muss Druck auf die Regierung aufgebaut werden. Wichtig dabei ist, dass nicht alles türkische a la BDS wie bei Israel boykottiert wird, sondern tatsächlich direkt der Staat oder den Einflussbereich von Erdogan und seiner Partei angegangen werden muss. Hier eine Auflistung möglicher Boykottmöglichkeiten:

  • Turkish Airlines
  • Beendung EU-Beitrittsverhandlungen
  • Keine Hermesbürgschaften

Quellen:

[1] Anti-demokratische Bilanz vom Nachgang des Putsches 2016
“Überall Verräter” (taz, 17.07.2017, Jürgen Gottschlich)

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Athletic Bilbao

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Athletic Bilbao ist ein spanischer Fußballverein. Er ist Gründungsmitglied der Primera Division “La Liga” , der höchsten spanischen Spielklasse. Noch nie abgestiegen und wurde 8x spanischer Meister, zuletzt allerdings 1984.

Athletic Bilbao ist aber kein normaler Verein. Dieser Klub steht für einen öffentlich anerkannten Rassismus. Für Athletic Bilbao dürfen nur Spieler verpflichtet werden, die Basken sind bzw. baskische Vorfahren haben oder im Baskenland geboren sind. Mittlerweile gibt es zwar Ausnahmen im Jugendbereich, sodass zukünftig auch Nicht-Basken für den Verein auflaufen dürfen, wenn sie längere Zeit im Baskenland aufgewachsen sind. Dies täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Verein weiter eine rassistische Arbeitnehmerpolitik betreibt. Unfassbar eigentlich, dass dieser Verein überhaupt spielberechtigt ist [1].

Aufgrund dieser Tatsache ist dieser Verein zu boykottieren. Und weiter alle die diesen Verein unterstützen oder für diesen Verein spielen. So sind vor allem die Sponsoren zu kritisieren und abzuwerten. Dies betrifft folgende Unternehmen [2,3]:

  • Eigentümerstruktur:
    Verein
  • Stadioneigentümer:
    San Mames Barria Gesellschaft
  • Haupt- und Trikotsponsor:
    Kutxabank (Bilbao Bizkaia Kutxa)
  • Ausrüster:
    New Balance (seit 2017/18)
  • weitere Sponsoren:
    – Igualatorio Médico Quirúrgico
    – San Miguel
    – Euskaltel
    – Kirolbet
    – Coca-Cola Spanien (Norbega SA)
    – B the travel brand
    – Audi Alzaga
    – weitere

Weitere Kritikpunkte sind Spielerverpflichtungen von Athletic Bilbao. Exemplarisch ist hier der Transfer von Javi Martinez 2012 für eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro zum FC Bayern München zu nennen. Dies stellt eine extreme Förderung des baskischen Rassismus durch den FC Bayern dar [4].

Quellen:

[1] Rassismus bei Athletic Bilbao
https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article211905713/Bei-Athletic-Bilbao-gilt-Elf-Basken-muesst-ihr-sein.html

[2] Sponsoren von Athletic Bilbao
http://www.athletic-club.eus/en/main-sponsors.html
http://www.athletic-club.eus/en/official-sponsors.html
http://www.athletic-club.eus/en/official-providers.html
http://www.athletic-club.eus/en/collaborators.html

[3] Wikipedia Stadion Bilbao
https://de.wikipedia.org/wiki/San_Mam%C3%A9s_(2013)

[4] Wikipedia Javi Martinez
https://de.wikipedia.org/wiki/Javi_Mart%C3%ADnez

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Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen?

Aktuell wird im Bundestagswahlkampf von der Organisation TransFair e.V. mit einer Petition geworben, die Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee abzuschaffen [1]. Ziel ist es den fair gehandelten Kaffee gegenüber den konventionell gehandelten Kaffee preislich in ein günstigeres Gleichgewicht zu stellen, damit mehr Verbraucher gewillt sind fairen Kaffee zu kaufen. Durch einen einhergehenden höhren Umsatz sollen bzw. werden mehr Menschen im öko-sozial eher verträglichen Kaffeeanbau profitieren. Soweit so gut.

Für mich ist dies aber ein falscher Ansatz. Wichtiger wäre es zu verhindern, dass überhaupt erst unfair gehandelter Kaffee auf den deutschen bzw. europäischen Markt gelangt. Dafür ist die Politik verantwortlich und verpflichtet. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die es nicht mehr möglich macht unfairen Kaffee straflos in Deutschland zu verkaufen. Es kann nicht sein, dass der Verbaucher diese Aufgabe übernehmen muss. Sicher, der Verbraucher kann und soll solange es diesen menschenunwürdigen Handel gibt entsprechnd fair handeln. Aber wenn man schon die Politiker auffordert zu handeln, dann muss man die Ursachen so direkt und schnell wie möglich angehen. Man sollte die Energie hierfür einsetzen.

Bezüglich der Kaffeesteuer [2] sollte man generell darüber nachdenken diese abzuschaffen, um das Steuersystem zu vereinfachen und gerechter zu gestalten. Eine Kaffeesteuer macht heutzutage keinen Sinn mehr. Auf die Steuereinnahmen im Kaffeetrinkerland Deutschland möchte aber niemand verzichten, erbringt diese Steuer dem Staat jährlich immerhin eine Milliarde Euro zusätzliche Einnahmen [3]. Verzichten müsste man eigentlich auch nicht. Für Kaffeebohnen und -pulver wird trotz des Charakters eines Luxuslebensmittels nur 7% Mehrwertsteuer berechnet (Instantkaffeepulver und Kaffee in der Gastronomie dagegen werden schon mit 19% besteuert). Würde man hier auch 19% statt 7% berechnen, dürften die Einnahmen steigen. Dies birgt aber das Risiko, dass weniger fairtrade Kaffee getrunken wird, da der Kaffeepreis generell höher sein würde und die Schwelle des Verbrauchers doch auch mal einen teureren fairen Kaffee zu kaufen zu groß wäre.

Daher müssen wir zuvorderst daran arbeiten auf europäischer Ebene Maßnahmen zu ergreifen, den Menschen vor Ort zu helfen. Die EU müsste Kontrollen vor Ort durchführen und Konzerne für ihre Lieferanten und Subunternehmen mithaftbar machen, sofern keine vertetbare Eigenkontrollen durchgeführt oder Hinweise auf Verbrechen ignoriert wurden. Ist die Zusammenarbeit mit örtlichen Kontrollbehörden nicht zufriedenstellend, ist der Export für nicht zertifizierten Kaffee mit einem Strafzoll oder einem Einfuhrstopp zu belegen. Generell sollte die EU neben einem EU-Bio-Siegel auch ein Siegel für soziale Gesichtspunkte oder auch in Kombination zum Bio-Siegel schaffen. Nach und nach sollten nur noch zertifizierte Produkte eingeführt werden.

Quellen:

[1] Petition von TransFair e.V.
https://www.change.org/p/alle-kaffeesteuer-f%C3%BCr-fairen-kaffee-abschaffen

[2] Wikipedia Kaffeesteuer
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeesteuergesetz_(Deutschland)

[3] Einnahmen aus der Kaffeesteuer
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/225680/umfrage/volumen-der-kaffeesteuereinnahmen-in-deutschland/

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